Bezahlbares Wohnen braucht Tempo: Austausch mit WohnBau Schaumburg
Bezahlbares Wohnen braucht Tempo: Jan-Philipp Beck und Andrea Stüdemann tauschen sich mit WohnBau Schaumburg aus
Die Schaffung von weiterem bezahlbarem Wohnraum ist eine der zentralen sozialen Fragen im Landkreis Schaumburg. Vor diesem Hintergrund hat sich der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Jan-Philipp Beck gemeinsam mit der SPD-Landratskandidatin Andrea Stüdemann mit der WohnBau Schaumburg, der Kreiswohnungsbaugesellschaft des Landkreises Schaumburg, ausgetauscht. Dabei stand im Mittelpunkt, wie mehr bezahlbarer, altersgerechter und bedarfsgerechter Wohnraum im Landkreis geschaffen werden kann.
Im Gespräch mit den Geschäftsführern der WohnBau, Jacqueline Kellermann und René Banser, erfuhren Beck und Stüdemann, dass die WohnBau über 1.000 Wohnungen (856 Wohnungen in eigenem Bestand und 213 im Rahmen der Fremdverwaltung) in Schaumburg bewirtschaftet. Somit ist sie ein wichtiger kommunaler Akteur bei der Schaffung von neuem Wohnraum, dem Erhalt bestehender Wohnungen und der Weiterentwicklung des Bestandes im Hinblick auf Barrierefreiheit und energetische Modernisierung.
„Für die Erfüllung unseres vielfältigen Tätigkeitsspektrums brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und ein gutes Zusammenspiel aller beteiligten Akteure“, so Banser. „Wir sind fachlich, personell und wirtschaftlich gut aufgestellt. Allerdings erschweren verschiedene Herausforderungen wie zum Beispiel zu bürokratische Förderprogramme, Vorschriften bei Kreditvergaben oder kostenintensive Sanierungen von Altbeständen, dass der soziale Wohnungsbau effizienter und schneller vorangeht“, ergänzt Kellermann.
Beck versprach, diese Punkte mit nach Hannover zu nehmen und betonte: „Gerade kommunale Wohnungsbaugesellschaften sind entscheidend, wenn Wohnen bezahlbar bleiben soll. Wer sozialen Wohnungsbau stärken will, muss die Rahmenbedingungen so gestalten, dass tatsächlich gebaut und saniert werden kann."
Als aktuelles Positivbeispiel wird ein Projekt der WohnBau in Bad Nenndorf angeführt. Dort sollen 18 Wohnungen mit sozialverträglichen Mieten entstehen. Das Projekt zeigt, wie wichtig kommunale Verantwortung, geeignete Grundstücke und verlässliche Förderung sind, damit bezahlbarer Wohnraum dort entsteht, wo er dringend gebraucht wird.
Vor diesem Hintergrund regte Stüdemann daher an, einen Arbeitskreis bzw. Fachforum Wohnen für den Landkreis Schaumburg einzuführen. In diesem Gremium sollen alle für diese Thematik relevanten Akteure eingebunden werden - sei es nun die Kreisverwaltung, die Städte und Gemeinden, die WohnBau Schaumburg oder auch die sozialen Träger und Verbände.
„Wir müssen alle wichtigen Akteure an einen Tisch bekommen. Die entscheidenden Fragen lauten: Wo brauchen wir welchen Wohnraum? Wo liegen die Prioritäten? Und wie können Landkreis und Kommunen gemeinsam dazu beitragen, dass mehr bezahlbarer und lebenswerter Wohnraum entsteht?“, hebt Stüdemann hervor.
Beck und Stüdemann sind sich einig, dass eine gemeinsame Strategie erforderlich ist, um bei diesem Thema schneller voranzukommen. Dazu gehören neben weniger Bürokratie und mehr praxistauglichen Förderbedingungen auch eine verlässliche Finanzierung und eine aktive Grundstückspolitik. „Am Ende des Tages dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, für wen wir bezahlbaren Wohnraum schaffen wollen“, so Beck. „Das sind in erster Linie Menschen mit niedrigen bis mittlerem Einkommen, Familien, Auszubildende sowie Seniorinnen und Senioren.“